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Der Titel dieser CD ist irreführend und könnte sehr leicht zu falschen Schlußfolgerungen Anlaß geben. Jedoch:
Wer den Musiker Ronald "Arnold" Hänsch näher kennt, weiß, dass er sehr viel Sinn für Humor hat. Späße liebt und sich
gern hinter einer ironischen Fassade versteckt. Der Titel "Konfus" bedeutet natürllich kein "Durcheinander", sondern
soll neugierig machen auf exzellente Vielseitigkeit und zugleich eine Aufforderung an die Plattenkäufer sein: Bekannte
Dixieland-Standards ("Royal Garden Blues, "Indiana", "When my Sugar Walks Down The Street", "Bill Bailey") erhalten in
der Interpretation durch den Drei-Bläser-Satz (ohne Posaune, dafür mit Tenorsaxophon) und der swingenden Gitarre in der
Rhythmusgruppe einen lässigen Chicago-Touch. Elegante, leicht dahinschwebende Titel, zum Teil im dezenten Latin-Beat
oder angerockt ("Tangerine", Witchcraft", Here, There And Everywhere", "Night And Day", "Just The Way Your Are"), laden ein
zur heiteren, unbeschwerten
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Tanzparty. Swing - oder wie man heute sagt: Easy listening - ist ja wieder im Kommen. Mit
eindrucksvoller Schlichtheit gestaltet Hänsch, nur begleitet von der Rhythmusgruppe, sein Solo auf dem Flügelhorn in der
Ballade "When I Fall in Love". "Purzel", eine moderne rockige Up-Tempo-Komposition von Markus Behrsing, beweist, dass
der Komponist auch ein brillanter Sopransaxophonist ist. Ein Hauch von Melancholie durchzieht den "Song für Anni",
den Hänsch für seine einjährige Tochter geschrieben hat. "The Preacher", Horace Silvers Meilensten der Jazzgeschichte, das
in rasantem Tempo gespielte "Maximum Elevation" und das etwas langsamere "Low Approach" unterstreichen mit Nachdruck, dass
Arnold Hänsch und seine engagierten Mitstreiter auch großartige Könner im modernen Jazz zwischen Hardbop und Mainstream sind.
Die beiden letzten Titel sind übrigens der Fliegersprache entlehnt. Hänsch ist begeisterter Flieger und besitzt die Private
Licence A. Heben Sie also ab mit ihm und seiner Crew und genießen Sie einen einstündigen swingenden Höhenflug.
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